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Cannabutter Rezept: Die perfekte Anleitung für starke Cannabis-Butter

Das beste Cannabutter Rezept — zwei Methoden (Herd & Slow Cooker), Dosierungsrechner, Tipps für hellere Butter und wie lange sie haltbar bleibt. Alles was du brauchst.

Von The Green Treasure9 Min. Lesezeit

Ein gutes Cannabutter-Rezept ist das Fundament fast aller Cannabis-Edibles. Ob Brownies, Cookies, Space Cake oder herzhafte Gerichte — mit selbstgemachter Cannabutter kannst du jedes Rezept einfach umwandeln. Diese Anleitung zeigt dir zwei bewährte Methoden: klassisch auf dem Herd und zeitsparend im Slow Cooker.

Wichtiger Hinweis: Cannabis-Anbau und -Konsum ist in Deutschland seit April 2024 für Erwachsene legal (bis zu 3 Pflanzen persönlich, Social Clubs für Mitglieder). Stelle sicher, dass du die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen in deiner Region kennst.

Was du brauchst: Zutaten und Equipment

Zutaten (für ca. 225g Cannabutter)

  • 250g ungesalzene Butter (Qualitätsbutter mit hohem Fettgehalt)
  • 7–10g decarboxylierte Cannabis-Blüten (oder 14–20g gutes Trim)
  • 240ml Wasser (verhindert Anbrennen und verbessert die Qualität)

Equipment

  • Mittlerer Kochtopf oder Slow Cooker
  • Küchenthermometer (wichtig für Temperaturkontrolle)
  • Käsetuch oder feines Metallsieb
  • Glasschüssel zum Auffangen
  • Glasgefäß oder Form zum Kühlen

Schritt 1: Decarboxylierung — Unbedingt notwendig!

Rohe Cannabisblüten enthalten hauptsächlich THCA, nicht das psychoaktiv wirksame THC. Erst durch Hitze (Decarboxylierung) wird THCA in THC umgewandelt. Ohne diesen Schritt haben deine Edibles keine Wirkung.

Decarboxylierung im Backofen:

  1. Backofen auf 110°C Ober-/Unterhitze vorheizen
  2. Cannabis grob zerkleinern und gleichmäßig auf ein Backblech mit Backpapier verteilen
  3. 30–40 Minuten backen, bis das Cannabis hellbraun und trocken aussieht
  4. Abkühlen lassen — das decarboxylierte Cannabis ist jetzt bereit für die Butterinfusion
Cannabutter auf dem Herd zubereiten — klassische Infusionsmethode
Die klassische Herdmethode gibt dir volle Kontrolle über die Temperatur — entscheidend für die optimale THC-Extraktion
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Methode 1: Cannabutter auf dem Herd (klassisch)

Die Herdmethode ist die gängigste Zubereitungsart und liefert bei richtiger Technik exzellente Ergebnisse.

  1. Wasser und Butter aufschmelzen: Wasser und Butter gemeinsam bei niedriger Hitze in einem Topf schmelzen. Das Wasser hilft, die Temperatur stabil unter 100°C zu halten und schützt Cannabinoide vor zu viel Hitze.
  2. Cannabis hinzufügen: Wenn die Butter geschmolzen ist, das decarboxylierte Cannabis einrühren.
  3. Temperatur kontrollieren: Die Mischung bei 70–85°C halten — das ist entscheidend! Über 90°C beginnt THC abzubauen. Nutze ein Küchenthermometer und reduziere die Hitze wenn nötig.
  4. 3–4 Stunden köcheln lassen: Die Mischung bei niedriger Hitze köcheln lassen und dabei gelegentlich umrühren. Die Butter nimmt eine sattes Goldgrün an.
  5. Abseihen: Mischung durch ein Käsetuch in eine Glasschüssel abseihen. Das Pflanzenmaterial gut ausdrücken, aber nicht zu stark (sonst gelangt Chlorophyll in die Butter und gibt einen bittereren Geschmack).
  6. Kühlen: Abgekühlte Mischung in den Kühlschrank stellen. Nach ein paar Stunden trennen sich Butter (oben) und Wasser (unten). Die feste Butter abheben, das Wasser wegschütten.

Methode 2: Cannabutter im Slow Cooker (empfohlen)

Der Slow Cooker ist die komfortabelste Methode — einmal eingestellt, kümmerst du dich kaum darum.

  1. Butter, Wasser und decarboxyliertes Cannabis in den Slow Cooker geben
  2. Auf "Low" (ca. 70–80°C bei den meisten Geräten) einstellen
  3. 6–8 Stunden ziehen lassen (über Nacht möglich)
  4. Wie oben abseihen, in Form gießen und kühlen

Der Slow Cooker hält die Temperatur konstant im optimalen Bereich, wodurch weniger Cannabinoide verloren gehen als bei unachtsamer Herdmethode.

Cannabutter durch Käsetuch abseihen — saubere Infusion ohne Pflanzenmaterial
Gründliches Abseihen durch ein Käsetuch sorgt für saubere, aromatische Cannabutter ohne bittere Pflanzenstoffe

Dosierung berechnen

Die Stärke deiner Cannabutter hängt von der THC-Konzentration deines Ausgangsmaterials und der Extraktionseffizienz ab. Hier die Rechnung:

Formel: (Gramm Cannabis × THC% × 1000) × Extraktionsrate (ca. 0,60–0,70) = mg THC gesamt

Beispiel: 7g Cannabis mit 18% THC × 0,65 = 819mg THC in der gesamten Butter (225g)
Pro Teelöffel (5g Butter): 819 ÷ 45 (Portionen à 5g in 225g) ≈ 18mg THC

Das ist deutlich mehr als die empfohlene Anfangsdosis von 5mg! Plane entsprechend: Nutze nur einen halben Teelöffel pro Portion, oder strecke die Cannabutter mit normaler Butter.

Tipps für die richtige Dosierung

  • Beginne niedrig: 2,5–5mg THC pro Portion für Einsteiger
  • Warte mindestens 2 Stunden bevor du mehr nimmst — Edibles wirken langsam
  • Notiere deine Charge: Schreibe Datum, Cannabis-Menge, THC% und berechnete Stärke auf
  • Gleichmäßig mischen: Beim Backen immer gut durchrühren — THC verteilt sich nicht automatisch gleichmäßig
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Wie lange ist Cannabutter haltbar?

  • Im Kühlschrank: 3–4 Wochen in einem luftdichten Behälter
  • Im Gefrierfach: Bis zu 6 Monate (portionsweise einfrieren empfohlen)
  • Bei Raumtemperatur: Nicht lagern — wie normale Butter verdirbt sie schnell

Gefrorene Cannabutter behält ihre Wirkung gut. Friere sie in Eiswürfelformen ein (ca. 1 EL pro Würfel) für einfache Portionierung.

Mit Cannabutter gebackene Brownies und Cookies — fertige Edibles
Mit selbstgemachter Cannabutter lassen sich alle klassischen Backrezepte ganz einfach in Edibles verwandeln

Tipps für bessere Cannabutter

Wasser-Wasch-Methode für hellere, bessere Butter

Nach der ersten Kühlung: Feste Butter nochmals schmelzen, mit frischem Wasser mischen, kühlen und erneut abheben. Dieser Schritt reduziert Chlorophyll-Gehalt und ergibt hellere, besser riechende Butter mit weniger Cannabis-Eigengeschmack.

Qualität des Ausgangsmaterials

Besseres Cannabis ergibt bessere Cannabutter. Nutze decarboxylierte Blüten für die stärksten Ergebnisse. Trim und Blätter funktionieren auch, brauchen aber größere Mengen für vergleichbare Wirkung.

Niemals kochen lassen

Sobald die Mischung kocht (100°C), beginnt THC zu verdampfen und degradiert zu CBN. Halte die Temperatur immer unter 90°C. Ein Küchenthermometer ist keine Option, sondern Pflicht.

Cannabutter in Rezepten verwenden

Cannabutter lässt sich in praktisch jedem Rezept einsetzen, das normale Butter verwendet:

  • Brownies: 1:1 Austausch — unser Weed Brownies Rezept zeigt, wie es geht
  • Cookies: Halb Cannabutter, halb normale Butter für weniger intensive Dosierung
  • Toast: Direkt aufs Brot — kontrollierte, einfache Dosierung
  • Pasta: Als Finishing-Butter für herzhafte Gerichte
  • Popcorn: Geschmolzene Cannabutter über frisch gepopptes Popcorn

Wärme nach dem Kochen: THC ist hitzebeständig bis etwa 180°C. Backtemperaturen bis 175°C (wie bei Brownies) sind unbedenklich. Über 200°C beginnt THC zu degradieren.

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Häufig gestellte Fragen

Für 225g Butter empfehlen wir 7–10g decarboxylierte Blüten (oder 14–20g Trim). Weniger ergibt schwächere Butter, mehr kann sehr intensiv werden. Passe die Menge an deine gewünschte Dosierung an.
Bei der Herdmethode: 3–4 Stunden bei 70–85°C. Im Slow Cooker: 6–8 Stunden auf 'Low'. Länger ist besser — kurze Kochzeiten extrahieren weniger Cannabinoide aus dem Pflanzenmaterial.
Rohe Cannabisblüten enthalten THCA, nicht das wirksame THC. Erst durch Erhitzen auf 110°C im Backofen für 30–40 Minuten wird THCA in THC umgewandelt. Ohne Decarboxylierung haben deine Edibles keine Wirkung.
Das hängt von deinem Cannabis ab. Bei 7g mit 18% THC und 65% Extraktionsrate enthält die Butter ca. 820mg THC gesamt — etwa 18mg pro Teelöffel. Beginne immer mit kleinen Mengen (halber Teelöffel) und warte 2 Stunden.
Wasser hält die Temperatur stabil unter 100°C und schützt so THC vor Hitze-Degradation. Es löst außerdem wasserlösliche Pflanzenstoffe (Chlorophyll), die Bitterstoffe erzeugen. Das Wasser wird nach dem Kühlen einfach abgegossen.

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